Autor: Mike Scholz, BIKE Vogt e.V.
Mikrowellen sind elektromagnetische Hochfrequenz-Wellen, deren Wellenlänge zwischen 1 m und 1 mm liegt. Das entspricht einem Frequenzbereich von etwa 300 Megaherz bis etwa 300 Gigaherz.
Von Hochfrequenz spricht man im Frequenzbereich zwischen ca. 100 Kilohertz (100.000 Hertz) und 300 Gigahertz (300 Milliarden Hertz). Je höher die Frequenz der HF-Felder ist, desto höher ist auch ihre Energie, und desto kürzer ist ihre Wellenlänge.
Was sind gepulste Mikrowellen?
Werden die HF-Felder nicht als gleichbleibendes Signal ausgesendet, sondern als rasche Folge von Signalen, so spricht man von gepulsten Mikrowellen. Das HF-Feld wird mehrere hundert male in der Sekunde unterbrochen und wieder eingeschaltet. Man kann sich das vorstellen, wie das Flackern eines Stroboskop-Lichtes.
Die gepulsten Mikrowellen sind energiereicher, sie dringen tiefer in die Stoffe ein, sind aufwändig abzuschirmen, durchdringen Hauswände und man kann wesentlich mehr Informationen auf diese Wellenform aufmodulieren.
Wie wirken HF-Felder auf den Menschen und andere Lebewesen?
Die Wärmewirkung
(Quelle: Bundesamt für Strahlungsschutz)
Die Energieaufnahme ist Grundlage für biologische Wirkungen.
Als Hauptefekt beim Auftreffen und Eindringen auf organische Körper entsteht dabei zunächst einmal Wärme.
Im menschlichen Körper treten elektrische Ladungen auf. Besonders in Wassermolekülen und anderen polaren Molekülen an den Zellwänden und auch als Ionen. (Ionen sind geladene Atome oder Moleküle.) Ladungen verschieben sich unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder. Polare Moleküle (chemische Bausteine) richten sich im ständig wechselnden Feld stets neu aus. Sie schwingen im Takt der angelegten Frequenz. Ionen werden hin und her bewegt. Die Energie dieser HF-Felder wird Körper komplett aufgenommen = absorbiert. Die umgesetzten Energiebeträge sind von der Frequenz abhängig.
Im Tierexperiment wurden z.B. gesundheitliche Wirkungen nachgewiesen, wenn sich die Körpertemperatur über einen längeren Zeitraum um deutlich mehr als 1 °C erhöht hatte: Stoffwechselvorgänge wurden gestört, es traten spezielle Verhaltensänderungen ein und Störungen der Embryonalentwicklung wurden beobachtet.
Derzeitige Messgröße für die vom Körper aufgenommene - "absorbierte" - Strahlungsleistung ist die Spezifische Absorptions Rate = SAR.
HF-Felder, die zu mittleren SAR-Werten von 4 W/kg (Watt pro Kg) führen, bewirken beim Menschen im Allgemeinen Temperaturerhöhungen von weniger als 1 °C.
Das ist vernachlässigbar gering und spielt keine tragende Rolle.
Von der Erwärmung durch HF-Felder geht warscheinlich keine entscheidende Gesundheitsgefahr aus, denn dafür reichen die Energiebeträge beim nötigen Abstand zum Sender und bei den derzeitigen Grenzwerten nicht aus.
Jedoch wird die eindringende Energie nicht zu 100%, nicht vollständig in Wärme umgesetzt.
Was also bewirkt die Restenergie?
Sie muss etwas bewirken, denn Energie verschwindet nicht einfach. Das widerspräche dem Energieerhaltungssatz.
Wenn sie aber nicht in Wärme umgewandelt wird - in was dann?
Man muss nun wahrlich kein Wissenschaftler sein, um auf sehr beunruhigende Ideen zu kommen.
Unser Körper wird unter anderem von Nervenzellen und Nervenbahnen mit sehr kleinen bioelektrischen Strömen und Spannungen gesteuert. Die Abläufe sind hochkomplex und extrem störanfällig. Dafür reichen schon sehr geringe Ströme und Spannungen. Vor allem dann, wenn diese über längere Zeit andauern.
Wir sprechen hier nicht über wenige Stunden oder Tage sondern über Monate und Jahre.
Leider verfügt unser Körper nicht über eine wirksame Abschirmung, keine wirksame Funk-Entstörung. Das CE-Zeichen bekämen wir für unsere Körper nicht.
Nun erinnern wir uns an die Resonanz, die Induktion und die Interferenz
von EM-Wellen aus den voherigen Kapiteln.
Alle leitfähigen Materialien - und dazu gehört auch der menschliche Körper - resonieren bei der richtigen Wellenlänge und Frequenz der Erregerwelle. Wir sind natürliche Resonatoren. Hochfrequenz hat eine Wellenlänge im Mikrometerbereich.
Beachtet man nun die Größe und die Länge von Nervenbahnen und Nervenzellen, die ebenfalls in diesen Längenbereichen liegen, so scheint es absolut nicht abwegig zu sein, eine Wirkung der Mikrowellen in unserem Körper und in den Körpern anderer Lebewesen anzunehmen, auch bei "geringer" Leistung.
Viel hirnrissiger ist es doch anzunehmen, dass ausgerechnet der menschliche Körper den physikalischen Gesetzten wiederspräche und keinerlei Reaktionen auf die vielfältigen HF-Dauereinstrahlungen zeigte.
Sind wir göttliche, unverletztliche Wesen, über jedes physikalische Gesetz erhaben?
Wieso sollten physikalische Gesetzte, die für den Rest des Universums zutreffen für uns nicht gelten? Weil uns das die Mobilfunkbetreiber und die Politiker ständig versichern?
Mit Sicherheit nicht!
Es ist selbstverständlich davon auszugehen, dass gepulste HF-Felder störende, ungesunde, biologische Wirkungen in unseren elektrisch leitfähigen Körpern entfalten, ja geradezu entfalten müssen.
Es bleibt nur noch die Frage in welchen Größenordnungen und mit welchen gesundheitlichen Langzeitfolgen sich diese Wirkungen entfalten. Es braucht dazu sicherlich mehr als eine Legislaturperiode.
Solange dieses Argument nicht zweifelsfrei mit den richtigen Messgrößen und den richtigen Experimenten widerlegt wird, muss die Sorgfaltspflicht gelten, ist Vorsicht im Umgang mit dieser Technik geboten.
Mikrowellenherde ...........................
Radarstationen ....................................